= Studiengang Kunst =

 
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Biographie

1956
am 3.1. geboren in Rheinfelden, als Bürger von Magden/AG.
1962 – 76 Schulen in Schönenwerd, Gymnasium in Aarau
1976 – 77 Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Philosophie an der Universität Basel
1979 Aufenthalt in Rom
1985 – 89 Aufenthalt in Paris
1995 – 98 Atelier in Mailand
Lehrtätigkeit an der Ecole supérieure d’art visuel in Genf
1999 Lehrtätigkeit an der HKB, Bern


Stipendien und Preise pdf.

Anselm Stalder
Diplomandenausstellung im Centre PasquArt
Biel 2004

Anselm Stalder SUCHT & ORDNUNG

Wenn man seine fünf Finger hindurch stecken kann, ist’s ein Tor,
wenn nicht, eine Tür. Schliess deine Augen und schau.
(James Joyce, Ulysses)

Nachdem die Ausstellung Türe offen lassen in der Kunsthalle Basel vor zwei Jahren Einblick in ein über zwanzigjähriges Schaffen des in Basel lebenden Künstlers Anselm Stalder geboten hat, zeigt die Galerie Friedrich vom 1. April bis 13. Mai 2005 nun eine Schau mit neuen Arbeiten. Auch diese bindet das Motiv der Öffnung subtil in ihr Konzept ein: Der Fensterfront der Galerie sind sowohl aussen als auch innen Lettern aus rotem Plastik aufgeklebt – Sucht & Ordnung. Die miteinander verknüpften Wörter wirken nicht wie ein Gegensatz, sondern eher wie ein Paar, das die Aufmerksamkeit auf die eigene Differenz zieht. Die simple Verbindungsformel & verweist auf den Zwischenraum, den die Begriffe Sucht und Ordnung umspielen. Während sich dem Betrachter die Substantive im Lesen erschliessen, öffnet sich die dazwischen liegende konkrete sowie...
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Ausstellung <Sucht & Ordnung>
Galerie Friedrich
Basel 2005

Flutlicht für Katastrophen

„Türe offen lassen“ – nach „Die Verdoppelung der Möglichkeit“ (1988) entwickelt Anselm Stalder sein Werk ein zweites Mal durch die Raumflucht der Kunsthalle Basel. Auch „Index 2“ im ersten Saal ist nur eine Anspielung auf das Register einer möglichen Retrospektive, wie „Index 1“, der gleichzeitig in der Galerie Friedrich mehrere Arbeiten aus verschiedenen Zeiten verbindet. Letztlich führen beide Ausstellungen zusammen wichtige Themen dieses breit angelegten, vielschichtigen Werkes weiter in ein ständig sich verzweigendes Verweisfeld. „Türe offen lassen“ spielt an auf Durch- und Seitenblicke in einem stets wachsenden Bedeutungsgeflecht, dessen Wucherungen durch Widerspruch Transparenz schaffen in einer politischen Lage sich schliessender Zugänge.

Ausstellung <Türe offen lassen>
Kunsthalle
Basel 2003

Im dritten Saal der Kunsthalle drehen die oktopusartig ausgreifenden, rechtwinklig ineinander verschachtelten Beine der „Marschübung“ von 1983 auf einer roten Scheibe an Ort, wie eine Parade der blockierten Kunst-Avantgarden! Die sieben Räume der Ausstellung – und die sieben Räume beim Gang zurück – verbindet je eine Arbeit aus der Reihe „as if...“. Neben der „Marschübung“ hängt so das Foto „as if light could name a place“: Diese Schwarzweissaufnahme zeigt eine Installation von vier Flutlichtstrahlern in der Anonymität einer leeren Messehalle. Das gleissend aggressive Licht schafft zwischen den Leuchten einen Kreis der Überhelle, die jegliche Bilder auslöscht. Diese Leerstelle aus reinem Licht verweist auf die Fotografie als Lichtkunst, zugleich schlägt der Ausfall von Bedeutungen um in die Frage, wo denn im inszenierten Stadion der Kunst noch Bedeutung zu finden ist. Für Anselm Stalder verbindet sich die Anspielung auf den taghellen Nachthimmel Im dritten Saal der Kunsthalle drehen die oktopusartig ausgreifenden, rechtwinklig ineinander verschachtelten Beine der „Marschübung“ von 1983 auf einer roten Scheibe an Ort, wie eine Parade der blockierten Kunst-Avantgarden! Die sieben Räume der Ausstellung – und die sieben Räume beim Gang zurück – verbindet je eine Arbeit aus der Reihe „as if...“. Neben der „Marschübung“ hängt so das Foto „as if light could name a place“: Diese Schwarzweissaufnahme zeigt eine Installation von vier Flutlichtstrahlern in der Anonymität einer leeren Messehalle. Das gleissend aggressive Licht ... ganzer Text pdf.

Ausstellung <Türe offen lassen>
Kunsthalle
Basel 2003